Dieses Jahr finden kaum 1. Augustfeiern statt. Zum Leidwesen aller Patrioten hat ein unsichtbares Nichts das Zepter übernommen und bestimmt die Agenda. Vor genau einem Jahr hatte ich selbst das Vergnügen und die Ehre an einer solchen Feier eine Rede zu halten – über ein ziemlich unverdächtiges Thema. Dieses Jahr, indem es wohl so viel zu sagen gäbe, wie selten – bleiben die Rednerpulte leer. Ein Grund mehr, eine „Festrede“ hier zu veröffentlichen. Eine Jubelrede ist es nicht.

Quer durch eine Dekade

Am 10. April 2010 packten wir die Stöcke in Buchberg und stapften los. Ziel: Unser Ferienhaus in Bürchen (Wallis). Heute, Punkt 12:00 haben wir es geschafft. In 10 Jahren und 20 Etappen – unterbrochen von einer Weltreise – ist das Ziel erreicht. Davon und vielen weiteren Lebensetappen handelt mein Blog. https://quo-vadis.news/2020/07/26/26-07-2020-quer-durch-eine-dekade/

Sauregurkenzeit

Sommerzeit – Ferienzeit – Sauregurkenzeit. Heute geht es in die Berge um Kraft zu tanken. Die Welt liegt unten im Tal unter einem Dunstschleier. Oben leuchten die Gletscher und Schneefelder in der aufgehenden Sonne. Lassen wir die Welt mal Welt sein und geniessen die Ruhe und die Kraft der Natur. Saurengurkenzeit – jetzt auf https://quo-vadis.news/blog/

Realitätsverweigerer

Wir leben in komischen Zeiten. Wir nutzen die Errungenschaften aus Foschung und Technik wie selbstverständlich und verschliessen die Augen vor den Fakten. Realitätsverweigerung feiert gerade Hochkonjunktur und lässt uns einigermassen ratlos zurück. Im heutigen Blog – diesmal aus dem Wallis, wo ich den Sommer verbringe – Beobachtungen aus dem Alltag. Realitätsverweigerung.

PS: Diesen Blog kannst du auch neu auf https://quo-vadis.news/blog/ finden. Ab 1. August dann nur noch dort. Mein Reisblog wird als das was er angedacht war, weiter geführt. Für Reiseinteressierte ergänze ich ihn mit (vergangenen) Reisen, bzw. Reiseberichten. So Russland 1986, Canada 1991, USA 2009, Nepal (Everest) 2010, China/Tibet 2014 und Tansania (Killimanjaro) 2016.

In Sachen Blog

Es ist Ferienzeit. Zeit sich zu erholen (wenn man es nicht schon ist) und sich allerlei Gedanken zu machen. So auch ich. Zur Zeit – bis Anfang August – sind wir im Wallis und geniessen die klare Bergluft und das schöne Wetter. Gleichzeitig habe ich mir Gedanken zu meinem Blog gemacht. „Rund um die Welt“ passt wohl gut für eine Weltreise und mit etwas Fantasie auch zu „Gedanken zur Welt“. Ich habe aber schon vor längerer Zeit einen anderen Blog hochgeschaltet, den ich aber nie richtig zum Fliegen brachte. D.h. dort liegen viele angefangen Texte und nichts ist zu Ende gebracht. Mein diesjähriges Ferienprojekt ist es jetzt meinen Blog http://quo-vadis.news zu bereinigen und die Wochenschau aus http://rundumdiewelt.ch auf diesen zu portieren. Ab August wird dann die Wochenschau dort weiter geführt. „Rund um die Welt“ führe ich natürlich weiter und werde dort in Zukunft vor allem von unseren Ausflügen und Ferien berichten (wie ursprünglich vorgesehen) – also ein klassischer Reiseblog. Selbstverständlich werde ich beide Blogs verlinken, sodass meine Beiträge von allen gefunden wird, die sich interessieren. http://quo-vadis.news wird auch via Facebook beworben.

Ab 1. August also heisst es: http://quo-vadis.news – zu Deutsch: Wohin des Wegs?

Rund um den Irchel

Heute mache ich einen Ausflug in die Familiengeschichte und wie das 20igste Jahrhundert in diese hineinwirkt. Bis am letzten Sonntag war mir kaum bewusst, wie einschneidend die Weltgeschichte, bis hinein in die eigene Familie und ins persönliche Leben hineinspielt. Bis meine Eltern erzählten. Mach mit bei einem Ausflug ins 20igste Jahrhundert und in eine Familie, wie sie es wohl zu Tausenden gibt. Das Leben rund um den Irchel lütet den Schleier der Vergangenheit.

Weit weg

Auch bekannt als „Sankt Florians-Prinzip“, ist das Leitmotiv der Stunde. Besser gesagt, es ist bei vielen Verantwortungsträgern ein weit verbreitetes Prinzip. Aber nicht nur dort. Auch wir wünschen uns oft in Ruhe gelassen zu werden und wünschen uns lästige Probleme weit weg. Sei es Corona, die Klimakrise oder den lästigen Chef – es gibt nichts, was wir uns nicht weg wünschen könnten. Solange es andere betrifft (dafür soll eben Sankt Florian sorgen) – nicht mein Problem. Der (fromme) Wunsch ist menschlich und verständlich – leider aber vergebens. Lästige Probleme haben die Eigenschaft uns zu verfolgen. Wenn nicht jetzt, so später. Und gerade dieser Tage scheint es, als würde sich ein ganzer Kübel sorgsam entsorgter Probleme über uns ergiessen. Corona – weit weg – mitnichten, noch nie gab es weltweit mehr Ansteckungen als diese Woche. Klimakrise – weit weg – Greta Thunberg ist verstummt und trotzdem erlebt Sibirien den heissesten Sommer seit Menschengedenken, der den Permafrost tauen lässt. Rassismus – weit weg – Black Lives Matter holt uns auf den Boden der Realität zurück. Und dann gibt es auch noch Firmen, die sich Kunden möglichst weit weg wünschen – eine Geschichte über den Versuch, eFinance der Schweizer Post einzurichten.

Weit weg – diese Woche nicht, mein Blog berichtet davon.

Auf den Mohrenkopf gekommen

Wir leben in einem wirklich glücklichen Land. Hier kümmert sich die hohe Politik noch um die wahrhaft ernsten Sorgen des einfachen Bürgers – dem leeren Mohrenkopf-Regal beim Grossverteiler. Vergessen ist Corona, vergessen die Existenzsorgen der KMU und Selbständigen, der Arbeitslosen und prekär Beschäftigten – der hinterhältige Anschlag auf die ur-eidgenössischen Traditionen durch einen übereifrigen Marketingverantwortlichen eines Lebensmittelverteilers lässt die Alarmglocken läuten. Der Untergang des Abendlandes ist gewiss! Aber vielleicht ist das zuckersüsse klebrige Schoggidings auch nur das Symptom einer Zeit. Einer Ära der Verantwortungslosigkeit, wo es wichtiger ist sich über einen „Furz“ zu empören, als Verantwortung zu übernehmen, für die ernsten Dinge des Lebens. Auf den Morenkopf gekommen – ein süsser Blog, stinkt zum Himmel.

QR-Tsunami

Still und leise hat sich ein schwarz gesprenkeltes Quadrat in unseren Alltag geschlichen und droht diesen zu verändern. Mit Panik in den Augen wurde ich diese Woche mehrfach gefragt: Wie mache ich denn in Zukunft die Zahlungen, wenn die im Sommer die Einzahlungsschiene mit diesem QR-Code bringen? Der QR-Code (er wurde übrigens schon 1949, in der Automobilindustrie entwickelt und ab 1994 in der IT verwendet) wird so zum Symbol für Veränderungen, die Angst machen und viele dazu zwingt, liebgewordene Gewohnheiten aufzugeben. (z.B. das gelbe Postbüchlein). Die angedohten Gebüren für „manuelle“ (oder eben analoge) Prozesse drängen die Menschen diese neuen Dienste zu nutzen. Wie Corona dem Online-Shopping wahrscheinlich zum endgültigen Durchbruch verholfen hat, so wird dieser Code wahrscheinlich auch noch die letzten Mohikaner ins Online-Banking und in den bargeldlosen Zahlungsverkehr zwingen. Der heutige Blog handelt von den Veränderungen durch die Digitalisierung und unseren Umgang damit. Der QR-Tsunami steht drohend am Ufer.

Hoffen

Corona verschwindet aus den Schlagzeilen. Schlechtestenfalls sieht und hört man noch Horrorzahlen und Bilder aus Brasilien oder den USA. Das Leben hier beginnt sich zu normalisieren. Am 15. Juni öffnen sich sogar die Grenzen zu unseren Nachbarn. Dazu scheint (oder schien zumindest bis gestern) die Sonne vom Himmel und die Menschen machten Ausflüge in die Natur und verstopften die Zufahrtsstrassen zu den touristischen Hotspots. Beinah altvertrauter Alltag also. Und dann knipst man die Flimmerkiste an, meint die neuste Folge von „Tatort“ zu sehen und blebt fassloslos auf dem Sofa sitzen – man hat eben (quasi) life einem Mord an einem Menschen zugeschaut – verübt an einem schwarzen Amerikaner durch einen weissen Polizisten. Die Reaktionen darauf altbekannt. Demonstrationen, Plünderungen, Gewalt. Im Westen nichts Neues, also – könnte man denken. Doch da hockt eine tickende Zeitbombe im Oval Office und alles ist anders. Dazu mein heutiger Blog: Hoffen